Handyvertrag trotz Schufa

Handyvertrag trotz Schufa

Was ist die Schufa?

Die Abkürzung Schufa steht für Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung. Es handelt sich um eine Holdinggesellschaft, die Kundendaten, welche von den Mitgliedsunternehmen erhoben werden, verwaltet und auswertet. Ziel ist es dabei, die allgemeine Kreditwürdigkeit eines potentiellen Kunden anhand bestimmter Faktoren festzustellen, bevor mit diesem eine Geschäftsbeziehung eingegangen wird. Daraus ermittelt die Schufa einen Wert, das sogenannte Scoring, das den Grad der Kreditwürdigkeit ausdrückt.


Warum erfolgt ein Schufa Eintrag?

Ziel der Schufa ist die Feststellung der Zahlungsfähigkeit von Kunden der Mitgliedsunternehmen. Ergibt sich aus einer Geschäftsbeziehung zwischen Kunde und Mitgliedsunternehmen, dass ersterer Probleme bei der Leistung von vertraglich vereinbarten Zahlungen hat, etwa weil er seine monatliche Handyrechnung nicht bezahlt, einen Kredit trotz Fälligkeit verspätet zurückerstattet oder ein überzogenes Konto weiterhin im Geschäftsverkehr genutzt hat. Dabei ist bereits eine einzige der vorgenannten Verfehlungen ausreichend, um einen entsprechenden Eintrag zu erhalten. Daneben wird immer wieder behauptet, dass die Schufa auch statistische Daten nutzt. So sollen Personen, die in einem sozial schwachen Stadtteil mit vielen anderen bei der Schufa aktenkundigen Schuldnern automatisch einen schlechten Kreditscore erhalten. Dies wird indes von der Schufa bestritten und konnte auch anderweitig nicht belegt werden. Ist erstmal ein Eintrag vorhanden, bleibt dieser für einen gewissen Zeitraum erhalten, der sich nach der Art des Eintrags richtet. Die meisten Einträge werden nach drei Jahren gelöscht, andere hingegen erst nach fünf Jahren.

Was sind die Folgen eines negativen Schufa Eintrags?

Für viele Schuldner hat ein Schufa Eintrag gravierende Folgen. So ist es ihnen in der Regel verwehrt, bestimmte Verträge zu schließen oder Kredite aufzunehmen. So ist es etwa für einen Kunden mit negativem Scoring nahezu unmöglich, einen Handyvertrag trotz Schufa Eintrags zu erhalten. Dies ist natürlich eine erhebliche alltägliche Belastung, da zahlreiche Dienstleistungen des Alltags – wie eben ein Handyvertrag – nicht mehr in Anspruch genommen werden können. Auch größere Anschaffungen sind meist nicht mehr möglich, da mit einem negativen Schufaeintrag auch die Kreditaufnahme erschwert wird.

Handyvertrag trotz Schufa?

Besonders problematisch für viele Personen mit schlechtem Schufa Scoring ist vor allem, dass ihnen die Möglichkeit genommen wird, normale Handyverträge abzuschließen. Denn die jederzeitige telefonische Erreichbarkeit ist heute im privaten und beruflichen Leben nahezu selbstverständlich geworden, sodass ein Handy fast eine wichtige Voraussetzung für die Teilnahme am gesellschaftlichen Leben geworden ist. Personen ohne Handy fühlen sich im Freundkreis oder Kollegium leicht an den Rand gedrängt oder ausgegrenzt. Dennoch sind Handyverträge für Personen mit einem schlechten Schufa Scoring nicht per se unmöglich. So kann etwa ein Prepaid Handy auch trotz eines Schufaeintrags erworben werden. Indes sind Prepaid Handys nicht für alle Personen gleichermaßen geeignet.
Aus diesem Grund bieten verschiedene Mobilfunkunternehmen einen Handyvertrag trotz Schufa speziell für diesen Personenkreis an. Allerdings ist ein solcher Handyvertrag trotz Schufa oftmals mit zusätzlichen Kosten für den Kunden verbunden. So kann etwa eine Kaution anfallen, die der Kunde für den Fall entrichten muss, dass er zahlungsfähig werden sollte. Das Mobilfunkunternehmen kann in diesem Fall die Kaution einbehalten. Während dies jedoch nicht immer der Fall ist, sind regelmäßig die Verbindungspreise deutlich erhöht, um ein Kostenrisiko des Anbieters abfedern zu können.